Karneval 2018 in Schöppingen

Nachdem wir zuletzt in der Karibik am Karneval teilgenommen haben, nutzten wir dieses Jahr die Möglichkeit in unserer derzeitigen Wahlheimat in Schöppingen am dortigen Karneval teilzunehmen. Dies gab uns auch wieder die Gelegenheit mehr Leute aus der Nachbarschaft kennenzulernen. Beim Karneval in Schöppingen nahmen nicht nur Gruppen aus dem Ort und dem Umland, sondern auch ein Wagen aus den Niederlanden teil. Letzterer erinnerte uns in Aufbau und Machart stark an den Limburger Karnevalsverein auf Curaçao.

 

Ehre: Definitionen und Geschichte

Ehre! Ein Wort, welches in der modernen westlichen Gesellschaft sichtlich an Bedeutung verloren hat und durch das Gewissen und den Glauben an den Rechtsstaat ersetzt wurde. Doch nicht nur die „Ehre“, sondern auch die mit diesem zusammenhängende Begriffe wie „Würde“ und „Respekt“ wurden ad acta gelegt. Auch die gegenteiligen Wörter, die „Schande“ oder der „Ehrverlust“ (Demütigung/Verleumdung) finden heute kaum mehr Raum im Alltäglichen.

Sprachgeschichtlich geht der Begriff „Ehre“ auf den griechischen Begriff für „Ansehen“ und den lateinischen Begriff der „Ehrung“ zurück. In der germanischen Welt ist die eigene Ehre an gewissen Anforderungen der Sittlichkeit gebunden, z.B. der Tapferkeit.

Ehre wird dermaßen definiert, das sie ein abstraktes Konzept darstellt, welches die Würde und das Ansehen, aber auch die soziale Stellung und die Selbsteinschätzung eines Menschen oder einer Körperschaft wie der einer Familie, Gemeinschaft, Institution oder Nation repräsentiert. Die Ehre selbst wird durch den Ehrenkodex oder auch den Moralkodex der jeweiligen Gesellschaft definiert.

Alles in allem ist Ehre stets von gesellschaftlicher Bedeutung. So verliert derjenige, der gegen die Regeln seiner Gemeinschaft verstößt seine Ehre, wird also gedemütigt. So kann in Gesellschaften mit eigenen Wertesystemen die Ehre auf vielfache Weise wiederhergestellt werden, sei es durch (Blut-)Rache, Duell oder Ehrenmord.

Ehre – als komplettes ethisches und soziales Konzept – besteht aus den Persönlichkeitsmerkmalen: „Loyalität, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, Großzügigkeit, Würde und Tugendhaftigkeit“. Das russische Wörterbuch definiert Ehre als „innere moralische Würde, Mut, Ehrlichkeit, Edelmut der Seele und gutem Gewissen“.

Im europäischen Mittelalter galt die Ehre nicht nur als Bestätigung der eigenen Integrität und des Rangs, sondern repräsentierte auch die Menge der eigenen Besitztümer. Ging es um die Ehre, setzte jemand nicht nur seinen Ruf und Rang aufs Spiel, sondern auch seine Güter.

Im feudalen Japan galt Bushido, der Ehrenkodex für Krieger. Hierin wurde die Ehre als Pflicht des Samurai angesehen. Hatte er seine Ehre verloren, galt der Tod als einziger Ausweg diese wiederzuerlangen. Die einzige Möglichkeit ehrenvoll zu sterben war, in einem Kampf mit dem Schwert getötet zu werden.

Eine Betonung der Wichtigkeit der Ehre besteht in traditionellen Institutionen wie dem Militär, aber auch in Organisationen mit militärischem Ethos, wie Pfadfindern oder Burschenschaften.

Heutzutage findet sich der Ehrbegriff vor allem im traditionsverbundenen Kulturen (z.B. Süditalien, Polen, aber auch in der muslimischen Kultur) wieder. Generell neigen Feudale- oder Agrargesellschaften mehr zu Ehrverhalten und Ehrenkodizes als moderne Industriegesellschaften.

Gemäß einer Studie von Allan Dafoe („Honor and War“) steigt das Risiko für kämpferische Konflikte je stärker die Ehrenkultur einer Gesellschaft ausgeprägt ist.

Die Ehre und das Ehrverhalten, also die Reputation eines Einzelnen ist besonders in solchen Gesellschaftsstrukturen von Bedeutung, in denen die Gesellschaft staatliche Strukturen, die für Recht und Ordnung stehen vermissen lassen.

Es ist hervorzuheben, dass Ehre vor allem mit Männlichkeit und physischem Mut verbunden ist. Entsprechend konnten und können in Ehrgesellschaften nur Männer Ehre erwerben, vergrößern oder auch vermindern. Nach A. Block (Eer en de fysieke persoon) gelten Frauen in Ehrgesellschaften als das Eigentum des Mannes, ihre einzige Option auf Ehre liegt in der Tugendhaftigkeit, also die „Jungfräulichkeit vor der Ehe“ und die damit einhergehende Sexualmoral. War diese verloren, waren die Frau ehrlos und konnte diese auch nicht zurückgewinnen.

Nach Richard Nistet entstehen Kulturen der Ehre, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:

  1. eine knappe Ressource oder ein Mangel an Ressourcen (z.B. Armut)
  2. Situationen, in denen der Nutzen von Diebstahl und Kriminalität die Risiken überwiegt
  3. eine Strafverfolgung existiert nicht, ist lax oder korrupt

Zusammenfassend stellt der Ehrenkodex eine Richtlinie oder auch Rechtskultur dar, der die sozialen Beziehungen innerhalb einer Gesellschaft regelt, insbesondere bei der Abwesenheit oder Untätigkeit von rechtsstaatlichen Strukturen.

Pussy Generation

“Ich glaube, er [Trump] ist etwas Wichtigem auf der Spur, da alle schon dieser Politkorrektheit und der Kriecherei überdrüssig sind. Wir leben gerade in der Arschküss-Generation. In einer echten Pussy-Generation. Alle führen einen Eiertanz auf. Menschen werden ständig des Rassismus und allen andren Krams bezichtigt. Als ich aufgewachsen bin, hieß so etwas nicht Rassismus“

Clint Eastwood

Erlebtes und Nachdenkliches